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21.09.2016

Endstation Einsamkeit

 
Ich bade in einem Meer aus Schmerz. Ich tauche in einem See aus Sehnsucht. Die süße Frucht vom Baum der Weisheit hat mich nicht genährt. So stehe ich hier im Regen getrieben von der verzweifelten Hoffnung, er möge die Last auf meinen Schultern hinfortspülen. Und während ich scheitere, bin ich gleichzeitig froh darüber, dass er meine Tränen verbirgt.
 
Wie gern wäre ich jetzt bei dir. Obgleich ich deinem Atem gleich neben mir lausche, ist deine Seele anderswo. Irgendwo fern von mir. Und ich frage mich, wann ich sie verloren habe. Ich frage mich, ob es je ein Zurück gibt. Nichts wird je wieder so sein, wie es einmal war. Aber vielleicht anders. Anders als jetzt. Besser als jetzt. Doch wie soll ich noch glauben, wie soll ich vertrauen, wenn die Flügel der Hoffnung längst gebrochen sind und mich nirgendwo mehr hintragen.
 
Ich blicke voran und bin erfüllt von Angst, ich blicke zurück und das Vergangene erfüllt mich mit Trauer. Im Hier und Jetzt ist nichts.
 
Was soll ich nur tun?

29.07.2016

Zwiesprache mit Gott?

"Halte Zwiesprache mit Gott.", hat mal jemand zu mir gesagt. Großartig! Wie soll ich Zwiesprache mit Gott halten, wenn ich noch nicht mal bei mir selbst bin?
Ich blicke in den Spiegel und frage mich: "Wer ist der Typ da auf der anderen Seite?"
Das Gesicht ist übersät mit Narben von Wunden an die ich mich nicht mehr erinnern kann.
Der Mensch gezeichnet von einem Leben, das nicht meins ist, niemals meines war.
Und als ich mich abwende endet der lautlose Dialog mit dem Schrei: "Ich will mein Leben zurück.", gefolgt von der Erkenntnis, dass es zu spät ist, das geschehen ist, was geschehen ist, dass es kein Zurück gibt.
Die Knochen schmerzen, und das Atmen fällt mir schwer. Ich bin müde. Furchtbar müde. Ich will schlafen. Morgen ist auch noch ein Tag.

27.07.2016

Wer bin ich?

Ich bin die Seele, die ich jeden Morgen zurücklassen muss, wenn ich zur Arbeit gehe. Die Seele, die ich den ganzen Tag vermisse, wenn ich fern von ihr bin. Die Seele zu der ich spät abends heimkehre. Die Seele, die von morgens bis abends einsam ist. Die Seele, die nur noch nachts leben und lieben darf, weil sie in dieser Welt keinen Platz hat.

24.07.2016

Nacht über der weißen Kathedrale

Die Nacht liegt schwer wie Blei über der weißen Kathedrale. Ich bin allein. Mein letzter Freund gegangen. Die Welt ist leer von allem Überflüssigen und allem, was nötig war. Es gibt nichts mehr. Es gibt nichts mehr zu sehen. Es gibt nichts mehr zu tun.

 Die Verwandlung beginnt. Sie entsteht aus der Kontemplation heraus. Die Kraft schöpft sich selbst aus der Ruhe, aus der Einsamkeit, aus der Stille.

 Ich weiß, ein neuer Tag wird kommen, und ich werde nicht mehr länger ich selbst sein.

 Eines Tages werde ich heimkehren, ich werde zurückkommen zu meiner Seele, meinem wahren Ich, und ich hoffe, dass dann noch etwas von mir übrig sein wird. Dafür bete ich. Dafür lebe ich. Dafür liebe ich.

 Doch jetzt muss ich mich der Welt da draußen stellen.

24.01.2016

Dieser Moment ...

... wenn du eines morgens aufwachst und merkst: Es ist kaum noch etwas von dir übrig.

25.10.2015

Wieder zuhause

Ich bin wieder zurück in meiner Wohnung in Neo Tokyo. Ich blicke gedankenverloren aus dem Fenster auf die Skyline von Neo, einem Meer aus Lichterketten gleich einem überbelichteten Sternenhimmel. Eine Galaxie, die sich nicht um sich selbst dreht,sondern um die Egos der Reichen und Schönen, denen diese Lichterketten gehören. Die Schatten sieht nur der, der sich tatsächlich in die Häuserschluchten von Neo hineintraut.

26.07.2015

Schau mir ins Gesicht

Was siehst Du? Du fragst Dich: "Was ist das für ein Mensch, der Dir da gegenüber steht?" Sie genau hin! Ich bin der Mensch, den Du in mir siehst. Gelingt es Dir, hinter die Maske zu sehen, so ist es gut. Gelingt es Dir nicht, musst Du weiterziehen.